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Fr. 20.04.2018, 20.00 Uhr

Großherzog-Friedrich-Str. 19
77694 Kehl
behindertengerecht / adapté aux handicapés  

Der Steppenwolf
©Peter Empl

Der Steppenwolf

von Hermann Hesse
Badische Landesbühne Bruchsal
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausverkauft!

„Steppenwolf“ ist Sternchenthema in Baden-Württemberg für das Abitur 2019
Mit Einführungsvortrag um 19 Uhr – Schulklassen bitte mit Voranmeldung

Es ist erstaunlich. Ein 1927 erschienener Roman eines deutschen Autors wurde zum Kult-Buch der Woodstock-Generation. Eine Hardrockband eignete sich den Titel als Namen an und sang Hymnen über Drogen und die Freiheit auf schweren Motorrädern. Nun, der Protagonist des Romans passte in jene Zeit wie die Faust aufs Auge. Dieser Harry Haller, der „Wonne, Erlebnis, Ekstase und Erhebung“ nur via Dichtung und Musik kennt, erhält das Traktat vom Steppenwolf geschenkt. Es macht ihm deutlich, dass der Mensch vielschichtiger und abgründiger ist, als die gesellschaftliche Konvention es verträgt: Wir sind einerseits spirituelle, geistige Wesen, und wir sind zugleich animalisch. Steppenwölfe. Wesen jenseits von Vernunft, Gerechtigkeit, Güte, Moral. Harry lernt, Erfahrungen wie wildes Tanzen – 1927 war es der Jive, 1967 die Rockmusik -, Erfahrungen wie Sex und Drogen als Teile eines aus der Fülle gelebten Lebens wert zu schätzen, als Teil eines spirituellen und realen Ganzen. Am Ende, in einem „Magischen Theater“ voller Halluzinationen, gehört sogar der Mord zu seiner Erfahrungswelt – ob er nun real oder „nur“ in einer Halluzination erlebt ist? Über die Gegenkultur-Bewegung hat Hesses Roman die westliche Welt tief beeinflusst. Doch hat er uns heute noch etwas zu sagen, in einer Zeit des unverbindlichen Sex, der Events, des „anything goes“, der immerwährenden Party? Auf jeden Fall dieses: Jeder Mensch findet sich selbst nur in sich selbst – egal, was die Welt uns an Erlebnis und Ekstase oder an Vernunft und Moral offeriert.