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Mo. 15.01.2018 - Do. 12.04.2018, 8.00 Uhr

Landstraße 20
77695 Kehl-Kork
Tel.: 0 78 51 / 7 63 38


Helmut Sattler und Yvonne Matthes

"ZWISCHEN REALITÄT UND PHANTASIE"

Yvonne Matthes und Helmut Sattler
Acryl und Mischtechnik

Welche Sinnenlust tritt uns in dieser Ausstellung vor Augen - beide Künstler geben auf sehr unterschiedliche Weise Einblick in die Fülle ihrer Wahrnehmungen über das Leben, die Menschen und die Welt.

Die Offenburgerin Yvonne Matthes lebt in Zell-Weierbach und zeigt bei ihren in Acryl gefertigten Arbeiten eine üppige Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt, die in kräftiger Malmanier und detailreich äußerst feinfühlig daherkommt. Sie versammelt Lebendiges mit Vergangenem und erzeugt opulente Stillleben mit Vanitasmotiven. Ihre mit Glashauben abgedeckten Dinge erscheinen wie kostbare Preziosen, ebenso geht sie mit den Rosen oder Pflanzenbouquets um. Auch andere Gegenstände des Lebens wie Puppen und Spielzeug, Seifenblasen und Murmeln tauchen selbst bei ärmlichsten Flüchtlingsszenen als glücksschaffende Bestandteile für diese Menschen oder eben den Betrachter selbst auf. Diese kleinen Freuden des Alltags und die ihres Verschwindens und des Verlustes kommen z.B. in ihren Törtchenbildern zum Vorschein. Auch die Schwarzwälder Kirschtorte wird, wenn sie gegessen ist, nicht mehr da sein. Yvonne Matthes befördert durch ihre ans Barock anmutende Darstellungsart ihre Vermittlerstelle als Malerin zwischen Tradition und heutiger globaler Zeitgenossenschaft.

Bei dem Kehler Helmut Sattler, der seit vierzig Jahren in Eislingen bei Stuttgart lebt und arbeitet, ist ebenfalls eine Fülle an Erdenleben zu finden. Der Gehalt seiner Arbeiten leitet sich vom Farbenreichtum der verwendeten Pigmente, Sande und weiterer Materialien wie rostige Fundstücke oder Papierfetzen und Anderem ab. Die Art und Weise des Bildaufbaus, das Kompositorische und die Haptik auf der Bildoberfläche üben stellenweise eine Sogwirkung zum Bild und seinem Inhalt hin aus. Das Abstrakte wird zum Fensterblick, erlaubt Durch- und Draufsichten beispielsweise auf Landschaften. Er generiert eine Verbindung mit seinen unsichtbaren Gedankengängen und lässt den Betrachter eintauchen in weite Länder oder Flussgebilde und Sichten wie aus dem Weltall. Die Strukturen suggerieren Geheimnisse an fiktiven Orten, die der Betrachter in ihrer Opulenz und Vielfalt freilegen kann. Helmut Sattler arbeitet hier vollkommen abstrakt, er ist aber auch der gegenständlichen Darstellung mächtig, dies fertigt er jedoch in Aquarellen, die hier nicht zu sehen sind.

Die Verbindung der Werke dieser beiden Künstlerpersönlichkeiten ergibt eine Synergie, die mit ihrer Kraft ein genussvolles und heilsames Zusammenwirken mit dem Publikum hat.

Text: Anita Frei-Krämer