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Heimat- und Bauernmuseum Mösbach Achern-Mösbach
Waldulmer Straße 19
77855 Achern-Mösbach
Tel.: 07841/26810


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Parken / Garer  
Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Innenansicht

Heimat- und Bauernmuseum Mösbach

Das Heimatmuseum befindet sich im "Vogt Johannes Spinner Hus", einem Fachwerkhaus von 1834. In diesem Keller waren ehedem die selbst geplanzten Vorräte für die Bauernfamilie gelagert und der Weinkeller ist noch immer ausgestattet mit den Gegenständen und Fässern des Winzers. Den häuslichen Mittelpunkt bildet die "Gute Stube" mit Herrgottswinkel", Tisch, Eckbank, Kachelofen und Kommode. Eine alte bemalte Truhe mit dem Doppeladler stammt also aus der Zeit, da Mösbach noch zu Vorderösterreich gehörte. Ferner befinden sich an den Lehmwänden eine Lackschild-Uhr, bemalt mit Apfelblüten, farbige religiöse Bildtafeln und eingerahmte Fotografien mit den Vorfahren. Wertvoll ist auch die goldgerahmte Hochzeitstafel von 1871 der Brautleute Pauline Spinner und des Bürgermeisters Ludwig Doll. Zur Einrichtung der großen Bauernstube gehören noch eine eicherne Hanfbrech, Spinnrad und Haspel. In die Lehmwand eingelassen wurde als Kleinod das im Keller aufgefundene Ofentürchen mit Frauenmotiv, das noch vom aufgemauerten Backsteinofen aus dem Jahre 1834 herrührt.
Nebenan ist die Elternkammer mit Strohsackbett - bezogen mit rotkarierter Leinenwäsche sowie einer Wiege und einem alten Kinderwagen auf hohen Holzrädern. Darin haben wohl schon die elf Kinder des Ehepaares Spinner gelegen. In der "Rußkuchi" sind alte Gegenstände aus der bäuerlichen Hauswirtschaft zu sehen, die in die ländlich geprägte Lebenswelt im Dorf guten Einblick geben. Überhaupt werden die Wohn- und Arbeitsverhältnisse anhand von Möbeln, Hausrat, Textilien, handwerkliche und landwirtschaftliche Gerätschaften anschaulich gemacht und die Lebens- und Arbeitsweise in der Zeit um 1830 Jahren vor Augen geführt. Zum Bestand des Hauses gehören noch eine Schneiderwerkstatt und die Stube des Dorffriseurs. Die Schausammlung gibt den Blick in die Arbeitswelt längst vergangener Zeiten frei mit vielen Zeugnissen zur Wohnkultur und des vorindustrieellen Handwerks.
Eine Heimatstube ist dem ehemaligen Generalvikar Dr. Robert Schlund gewidmet, der seine Jugendzeit in Mösbach bei den Eltern verbrachte. Er war als Konfiktdirektor in der Priesterausbildung tätig. Zur Ausstattung gehört der Schreibtisch, an dem Schlund über 20 Jahre hindurch als Generalvikar im Freiburger Ordinariat gearbeitet hat. Außerdem ist noch ein alter eintüriger Paramentenschrank mit wertvollen liturgischen Gewändern vorhanden; die Verzierungen sind alle mit Goldfäden in Klöstern gestickt worden. In einer Theke sind die schriftstellerischen Arbeiten und Bücher mit vielen Bilddokumenten seines priesterlichen Wirkens aufbewahrt und ausgestellt.
Bei der neu eingerichteten zweiten Heimatstube nebenan wird der Besucher an die Familie des Mathias Wilhelm (Spitalmathis) erinnert. Drei Söhne und eine Tochter sind in den Ordensstand eingetreten. Alois, mit dem Ordensnamen Pater Ernesto, ist Kapuziner geworden und feierte am Patroziniumstag St. Romanus am 10.08.1910 hier in der Heimatkirche seine Primiz, übrigens die letzte eines hiesigen Familiensohnes. In einer Vitrine sind Fotografien, Dokumente, Gebetsbücher sowie das Unterrichts- und Erbauungsbuch (Coffine) der Familie Mathias Wilhelm und seine schriftstellerischen Arbeiten ausgestellt. Sie geben Auskunft über seinen Lebensweg und priesterlichen Werdegang als Missionar. Nach der Teilnahme am 1. Weltkrieg an den Fronten in Frankreich und Russland, wo er hohe Auszeichnungen erhielt, wurde er Missionar in Chile. Dort baute er als Seelsorger "Kirchen und Kapellen aus Holz und aus Seelen", so schrieb sein Abt. Ein überaus großer Verdienst war, dass er die alte Indianersprache "Mapuche" zusammen mit Kazike und Mapucheführer Pascual Cona in Chile (1924 - 1927) vor dem Aussterben bewahrte und in einem Buch veröffentlichte, welches in der Heimatstube zu sehen ist. Auch machte er sich in der Erforschung der Pflanzenwelt in seinem Missionsgebiet in Chile einen Namen und veröffentlichte die Forschungsergebnisse ebenfalls in einem Buch, das im Heimatmuseum aufgelegt ist.
Die Bilddokumente der beiden Padres, des Benediktiner Pater Andreas und des Jesuiten Pater Alfons und ihrer Schwester, der Ordensschwester Romana sowie persönliche Erinnerungen konnten aus den Klöstern noch beschafft werden und sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Die in den vorigen Jahrhunderten in den Häusern beliebten und viel gelesenen Unterrichts- und Erbauungsbücher von dem ehrwürdigen Pater Leonhard Coffine sowie Gebets- und Andachtsbücher, religiöse Wandtafeln, Erstkommunion- und Hochzeitstafeln, sind ausgelegt. Eine Knechtskammer mit den Habseligkeiten des Knechtes gibt Aufschluss über seine anspruchslose Lebensweise.
Die Dauerausstellung zeigt Zeugnisse der Dorfgemeinschaft aus vergangenen drei Jahrhunderten und dokumentiert so die Dorfgeschichte. Neben dem Wohngebäude steht das Ökonomiegebäude mit Stall und Scheune, darüber die große Tenne (60 qm). Hier befindet sich eine reiche Sammlung von bäuerlichen und handwerklichen Gegenständen. Die Wände zieren große Gemälde des Malers Franz Schott, welche die ältesten Mösbacher Bauernhäuser darstellen. Auch religiöse Wandbilder, wie sie in alten Zeiten in den Kammern und Stuben zu sehen waren, zieren die Wände.
Ein Bauerngarten beim Heimatmuseum mit Heil- und Gewürzpflanzen, ein großer Kinderspielplatz, nebenan ein sandsteinernes Wegkreuz aus dem Jahre 1843, ein Brennhüsle mit zwei historischen Brennkesseln, ladnwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte runden das Bild im Außenbereich des romantisch gelegenen Bauernmuseums aus dem Jahr 1834 ab und laden zur Besichtigung ein.
Quelle: netmuseum.de