Vernissage - Michael Blum - Die Malerei und der Schwarzwald
Einführung: Patricia Potrykus
Musik: Klarinettenensemble Hertweck des Musikvereins Zunsweier
Der Maler Michael Blum aus Gengenbach hat sich der Schwarzwaldlandschaft verschrieben. Seine extrem querformatigen Gemälde, oft nur wenige Zentimeter hoch, sind Mittel zum Zweck: Dieses Format führt wie von selbst zu einer Art Vogelperspektive. Allerdings verliert der Künstler dabei keinesfalls die Bodenhaftung. Die Betrachter werden vielmehr auf einem hohen Berg positioniert - damit fängt Michael Blum auch den Aha-Effekt beim Erklimmen eines Schwarzwaldgipfels ein.
Wie kam es zu dieser in der Kunstwelt wohl einmaligen Darstellungsweise? Lassen wir den Künstler am besten selbst sprechen:
"Das Wort digital war noch nicht buchstabiert – es war die Zeit der „Jungen Wilden“, es gab den „Hunger nach Bildern“. Lüpertz, Baselitz und Kaminski waren die jüngsten Professoren an unserer Akademie, mit ihnen/gegen sie spielten wir Fußball und tranken am Abend Bier. Mit den farbverkrusteten Malerklamotten wurden wir von den Türstehern der angesagtesten Clubs durchgewunken, Terpentin war coolstes Fragrance – aber egal, wie lange und aus-schweifend die nächtlichen Ausflüge manchmal waren, morgens standen wir wieder vor der Staffelei in der Akademie. Die Hingabe zum Metier überstrahlte alles andere!
Die Akademie wurde damals von dem sehr umsichtigen, mit allen Wassern gewaschenen Rektor, Harry Kögler „Godfather of Painting“, skandalfrei und souverän dirigiert. In seiner Klasse habe ich dann auch bis zum Meisterschüler-Abschluss gelernt. Es war eine sehr analoge Lehre zwischen Tradition und Moderne, dabei offen für malerische, künstlerische Experimente.
Zur Arbeit in der Natur „vor dem Motiv“ dient mir, seit Jahrzehnten, ein zum Atelierbus um-funktionierter Camper (Mercedes MB100-“Kutter“). Meine Motive und Inspirationen finde und suche ich seit Jahrzehnten in der unmittelbaren Region am Oberrhein und im Schwarzwald. Es ist eine seit Jahrtausenden gestaltete Kulturlandschaft, in deren Ausformungen sich der Geist der hier lebenden Menschen manifestiert."
Details erfahren Sie auf der Vernissage in der Einführung von Frau Patricia Potrykus.
Das Klarinettenensemble Hertweck vom Musikverein Zunsweier begleitet sie musikalisch.
KUNSTkommt dankt der Unterstützung des gastgebenden Paul-Gerhardt-Werkes und der Abteilung Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Offenburg.
Am 13.01.2027 um 15:00 Uhr lädt KUNSTkommt zum „Nachmittag mit Frau von H.“ zu Bildgesprächen mit Renate von Heimburg, Eintritt frei.
Einen Vorgeschmack auf die Landschaftsgemälde finden Sie als Video in der KUNSTkommt-Onlinegalerie :
Michael Blum_LANDSCHAFTSMALEREI_anna.offenburg.de
Vernissage
Dienstag 10.11.2026 um 19:00 Uhr
Nachmittag mit Frau von H.
Mittwoch 13.01.202 um 15:00 Uhr
Ausstellung
geöffnet bis 02.03.2027.
Zum Besuch buchen Sie Ihr Zeitfenster unter 0151 70918774.
Aenne Burda-Stift
Kornstr. 2
77652 Offenburg
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VERNISSAGE: So. 20.09.26/ 11Uhr