Was ich anhatte...
Sexualisierte Gewalt trifft die Mitte unserer Gesellschaft und findet überall statt.
Aber eine Frau wird nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock trägt. Die von Beatrix Wilmes konzipierte Wanderausstellung „Was ich anhatte“ macht die Erfahrungen von zwölf Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, anhand von Alltagskleidung anonym öffentlich.
Bei den Exponaten handelt es sich größtenteils um Originalkleidungsstücke der Frauen. Die zwölf verschiedenen Geschichten und Outfits machen deutlich, dass sexualisierte Gewalt jede Frau jeden Alters treffen kann und dass diese nicht mit einem Kleidungswechsel verschwindet.
Sexualisierte Gewalt ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Die von Beatrix Wilmes konzipierte Ausstellung tourt seit November 2020 für jeweils zwei Wochen durch deutsche Städte, Institutionen und Unternehmen.
„Was ich anhatte“ ist ein Projekt, das für das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen sensibilisieren und mobilisieren soll. Sie soll zu einem neuen Verständnis beitragen, um das Thema Gewalt und falsche Opferschuld aus der Tabuzone zu holen.
Weil der Besuch der Ausstellung aufrütteln kann, begleitet ein Netzwerk von Fachleuten die Ausstellung und steht für Gespräche zur Verfügung.
Flyer der örtlichen Beratungsstellen liegen aus. Ebenso die Telefonnummer des bundesweiten Hilfetelefons.
Organisation
Bürgerstiftung Kehl
Fachausschuss „Gewalt in der Familie“
Netzwerk Häusliche Gewalt
Evangelische Kirchengemeinde
Stadt Kehl
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