Petite Messe Solennelle von Rossini - in Gengenbach
Die höchst musikalische Messe des seinerzeit groß gefeierten italienischem Opernkomponisten, Gioachino Rossini (1792 bis 1868), die am Samstag, 14.11.2026, um 19 Uhr in der Mutterhauskirche in Gengenbach erklingt, ist alles andere als „petite“. Die Sopranistin, Nathalie Gaudefroy, die zu hören sein wird, wirkt an der Straßburger Oper; Marlene Lichtenberg, Alt, an verschiedenen Opernhäusern Norddeutschlands; Markus Francke, Tenor, am Theater in Ulm und der Bass, Prof. Clemens Morgenthaler, ist in der Region durchaus kein Unbekannter. Drei Chöre verstärken die Aufführung: Die Singakademie Ortenau, das Collegium Vocale Strasbourg-Ortenau sowie das Ensemble Koinonía Wien, alles begleitet vom großen Orchester, les Musiciens sans frontières Alsace-Ortenau, unter der gesamten Leitung von Olaf Fütterer.
Die Aufführung beträgt beachtliche 90 Minuten. Schon zum Start beindruckt das bewegende Kyrie. Es folgen großartige Soli sowie u.a. zwei ausladende Fugen der Chöre, um alles zusammen in einem sehr bewegenden Agnus Dei zu gipfeln.
Die Petite Messe Solennelle entstand 1863, 34 Jahre nach Rossinis letzter Oper Guillaume Tell, nachdem er sich in den Pariser Vorort Passy zurückgezogen hatte, um mehr Ruhe vom Operntrubel zu finden, wo er sich als Freund des Genusses gerne dem Kochen widmete. Bekannt sind die Tournedos Rossini. Das Werk war zunächst nicht als große Kirchenmusik gedacht, war es doch eine Auftragskomposition des Grafen Alexis Pillet-Will und seiner Ehefrau Louise, und wurde zur Einweihung der Pariser Privatkapelle des gräflichen Paares am 14. März 1864 uraufgeführt, zunächst in einer Klavierfassung, der Rossini später diese Orchesterfassung folgen ließ.
Text: Dieter Simon, Singakademie Ortenau. Presseverantwortlicher
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Am Feldschlössel 26
77855 Achern