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Do. 09.11.2017 - So. 04.03.2018, 14.00 Uhr

Tickets:
7 €


Almstr. 49
77770 Durbach
Tel.: 0781 93201-402
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Helga Marten | Eva Schaeuble: „Profile in der Kunst am Oberrhein“

Vom 9. November 2017 bis 4. März 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg in der Reihe „Profile in der Kunst am Oberrhei

Vom 9. November 2017 bis 4. März 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg in der Reihe „Profile in der Kunst am Oberrhein“ Arbeiten von Helga Marten und Eva Schaeuble.
Beide Künstlerinnen stammen aus der Oberrhein-Region, aus Freiburg und Karlsruhe, beide arbeiten figürlich und doch stilistisch völlig unterschiedlich: Während Helga Martens Motive sich aus der flächigen Form zusammenfügen, erwächst die Bildwelt Eva Schaeubles aus der Linie.
Helga Marten, geboren 1931 in München und in Freiburg ansässig, hat in den vergangenen 65 Jahren ein Werk unabhängig von Moden und Zeitströmungen geschaffen. Ihre Themen sind die klassischen Bereiche Porträt, Stillleben und Landschaft, stilistisch ist sie dem Expressionismus verpflichtet. Die Farbe ist das tragende Element ihrer Arbeiten: Sie transportiert Stimmungen und Emotionen, unabhängig von der realistischen Wahrnehmung. Das Motiv setzt sich aus farbigen Formen und meist breiten Pinselstrichen zusammen, die Tiefenwirkung ist zweitrangig und wird durch die Farbe vermittelt. Nicht die Kopie der Wirklichkeit liegt der Künstlerin am Herzen, sondern es dreht sich alles um die subjektive, gefühlsbestimmte Wahrnehmung der Welt. Dabei ist die Malerei sorgfältig und kraftvoll, die Farbkompositionen oftmals gewagt und doch harmonisch. Die Arbeiten ziehen den Blick des Betrachters magisch an, lassen ihn jedoch in gewissem Sinne außen vor, denn Farbe und Perspektive verwehren die Illusion, ein Teil des Dargestellten zu sein. So wird die subjektive Wahrnehmung wiederum auf sich selbst zurückgeworfen.

Eva Schaeuble, die 1951 in Kuppenheim geboren wurde und in Karlsruhe lebt, entwickelt ihre mystische Bildwelt aus der Linie. Sie lässt Zitate aus der Kunstgeschichte einfließen, ihre Arbeiten greifen stilistisch wie auch motivisch auf Klassizismus und Jugendstil zurück, lösen sich jedoch von ihren Vorbildern, um geheimnisvolle Szenerien – Innenräume wie Landschaften und Stillleben - in einem eigentümlich schwebenden, zeichnerischen Stil zu schaffen. Sofern nicht die dunkle Linie der Zeichnung vorherrscht, sind vor allem Violett- und Rottöne farblich bestimmend. Seit 2006 steht die weibliche Figur in Gestalt der Victorine Meurent (1844 – 1927) im Zentrum, eines Modells Edouard Manets. Sie durchlebt verschiedene Situationen im Bild, im Kostüm der Stierkämpferin, als junge wie neuerdings auch als alte Frau. Ihre Interieurs schaffen Eindrücke eines unbekannten, längst vergangenen Lebens, der Betrachter erhält Einblicke in fremde, träumerische Lebens- und Phantasiewelten und gerät in den Tiefensog der Bilder. Aber auch das Bild der Frau ist von Geheimnissen umwoben: Sie erscheint immer wieder in unterschiedlichen historischen Kostümen, nicht nur in der Malerei Eva Schaeubles, sondern auch auf ihren Gefäßen, die sie als Künstlerin der Majolika Karlsruhe entwickelt.