Veranstaltungssuche: Finden Sie Ihre passende Veranstaltung in der Ortenau

Zeitraum
Ort / Kommune
Umkreis (Luftlinie): 0 km
  • Achern
  • Bad Rippoldsau-Schapbach
  • Baden-Baden
  • Berghaupten
  • Biberach
  • Durbach
  • Ettenheim
  • Fischerbach
  • Gengenbach
  • Gutach
  • Haslach
  • Hausach
  • Hofstetten
  • Hornberg
  • Illkirch-Graffenstaden
  • Karlsruhe
  • Kehl
  • Lahr
  • Lautenbach
  • Lauterbach
  • Mahlberg
  • Mühlenbach
  • Nordrach
  • Oberharmersbach
  • Oberkirch
  • Oberwolfach
  • Offenburg
  • Oppenau
  • Ötigheim
  • Renchen
  • Ringsheim
  • Rust
  • Schenkenzell
  • Seelbach
  • Steinach
  • Straßburg
  • Willstätt
  • Wolfach
  • Zell am Harmersbach
Kategorien / Genre
Do. 06.12.2018 - So. 24.03.2019, 14:00 Uhr

Tickets: mail@museum-hurrle.de
7 €, ermäßigt 5 €
mit MuseumsPassMusées frei

Profile in der Kunst am Oberrhein: Heinz Pelz | Roland Spieth

H. Pelz, R. Spieth
Vom 6. Dezember 2018 bis 24. März 2019 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach bei Offenburg in der Reihe „Profile in der Kunst am Oberrhe

Beide Künstler haben Anfang der 80er Jahre an der der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe studiert, sind künstlerisch jedoch sehr unterschiedliche Wege gegangen. Das beginnt schon bei der Wahl des Materials: Während Roland Spieth sich überwiegend an die klassischen Malmittel wie Tusche, Tempera und Ölfarbe hält, experimentiert Heinz Pelz mit unterschiedlichsten Materialien, bindet Putztücher und Schultafellack in seine Bilder ein und wählt unterschiedliche Trägermaterialien. Erst seit wenigen Jahren steht seine Entscheidung, nunmehr nur auf Papier zu arbeiten. Motivisch ist Pelz stärker der Abstraktion zugeneigt, wohingegen die Arbeiten von Spieth Figurationen mindestens erahnen lassen – eine Tatsache, die sich auch an den Bildtiteln ablesen lässt.


Heinz Pelz thematisiert in seinen Bildern eine Grundfrage der Kunst, nämlich die Diskrepanz zwischen dem zeitlichen Nacheinander des Entstehungsprozesses und der optischen Gleichzeitigkeit im fertigen Bild. Jedes seiner Bilder ist vielschichtig auf unterschiedlichsten Materialien und mit unterschiedlichsten Mitteln aufgebaut, immer im Blick auf die bestimmenden Bildbestandteile Format, Bildträger, Farbe, Material und Technik. In schrittweisem Aufbau entstehen die Bilder, die im Falle der Ölmalerei oft reliefartige Strukturen annehmen, wohingegen die Lackarbeiten auf Metall nahezu schwerelos wirken. Das Endergebnis ist keineswegs von vornherein festgelegt, sondern zielt auf überraschende, unvorhersehbare Ergebnisse ab. Der Künstler verdeutlicht in seinen Arbeiten, wie stark schon der Austausch eines einzigen Elements den Charakter einer Bildkonstellation verändern kann.

Roland Spieth hat sich den Rahmen der malerischen Mittel gewählt, innerhalb dessen er frei improvisiert. Seinen Bildern ist anzumerken, dass er nicht nur Maler, sondern auch Musiker ist – in beiden Eigenschaften lehnt er jede Einengung durch einen strikten Rhythmus oder ein festgelegtes Thema ab. Während die Temperabilder aus den späten 80er und 90er Jahren großzügig und linear gemalt sind, hat Spieth phasenweise aber auch fast ausschließlich mit Tusche, Pastellkreiden und Pigment auf Papier gearbeitet. Diese Kompositionen freier Linien spiegeln sich auch in den heutigen Arbeiten, in denen die früher bildbestimmenden Spiralen, Ellipsen oder Hyperbeln nur noch anklingen und die Pinselspuren kürzer, mehr staccatohaft gesetzt sind. Die Ausstellung ermöglicht es, Beispiele aus den unterschiedlichen Schaffensphasen von Roland Spieth zu sehen und dem Klang der Bilder in seinen zahlreichen Modulationen zu folgen.