Veranstaltungssuche: Finden Sie Ihre passende Veranstaltung in der Ortenau

Zeitraum
Ort / Kommune
Umkreis (Luftlinie): 0 km
  • Achern
  • Bad Rippoldsau-Schapbach
  • Baden-Baden
  • Berghaupten
  • Biberach
  • Durbach
  • Ettenheim
  • Fischerbach
  • Gengenbach
  • Gutach
  • Haslach
  • Hausach
  • Hofstetten
  • Hornberg
  • Illkirch-Graffenstaden
  • Karlsruhe
  • Kehl
  • Lahr
  • Lautenbach
  • Lauterbach
  • Mahlberg
  • Mühlenbach
  • Nordrach
  • Oberharmersbach
  • Oberkirch
  • Oberwolfach
  • Offenburg
  • Oppenau
  • Ötigheim
  • Renchen
  • Ringsheim
  • Rust
  • Schenkenzell
  • Seelbach
  • Steinach
  • Straßburg
  • Willstätt
  • Wolfach
  • Zell am Harmersbach
Kategorien / Genre
Do. 15.11.2018 - So. 24.03.2019, 14:00 Uhr

Tickets: mail@museum-hurrle.de
7 €, ermäßigt 5 €
mit MuseumsPassMusées frei


Almstr. 49
77770 Durbach
Tel.: 0781 93201-402
Zur Website
weiterlesen
Routenplan


Mythos Leipziger Schule von 1960 bis heute

VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Vom 15.11.2018 bis zum 24.3.2019 sind im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg Arbeiten Leipziger Künstler in der Ausstellung „Mythos Leipziger Sch

Der 1972 von einem Journalisten geprägte Begriff der „Leipziger Schule“ ist schwammig und steht keineswegs für einen einheitlichen Stil. Anfang der 60er Jahre hatte Bernhard Heisig als neu berufener junger Rektor der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig (HGB) mit der Gründung einer Malklasse den Grundstein für den Erfolg Leipziger Künstler gelegt. Als sich die restriktive Kulturpolitik der DDR mit ihrem Ideal des „Sozialistischen Realismus“ zunehmend lockerte, eroberten immer mehr Leipziger Künstler das Feld, allen voran Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke, die erst Studenten, dann als Professoren an der HGB tätig waren und verschiedene Stilrichtungen von expressiv (Heisig) bis altmeisterlich-realistisch (Tübke) vertraten. 1972 galt Leipzig dann als „Kunstzentrum“, wo die künstlerische Kritik an der eigenen Gesellschaft erstmals offizielle Anerkennung fand und sich im Laufe der 80er Jahre immer mehr Geltung verschaffte.
Nach der Wende, die für viele DDR-Künstler wirtschaftlich ein Desaster bedeutete, entdeckte dann Anfang des neuen Jahrtausends zunächst der US-Kunstmarkt die junge Künstlergeneration aus Leipzig für sich. Unter dem Schlagwort der „Neuen Leipziger Schule“ kamen junge Künstler nun zu weltweitem Ruhm, wobei wiederum von einem einheitlichen Stil nicht die Rede sein kann.

Die Durbacher Ausstellung verdeutlicht, dass nicht die Etikettierung einer Arbeit ihre Bedeutung ausmacht, sondern ihre künstlerische Qualität. Neben den beiden „Leipziger Schulen“ werden auch wichtige Bilder von Künstlern gezeigt, die sich allein ihrem Anspruch verpflichtet gesehen haben: die stillen Unspektakulären und die innovativen Aufmüpfigen. Beide passten natürlich nicht in das Schema der nur nach außen hin so „tabulosen“ Kulturpolitik der SED.
Mit diesem Ansatz bietet sich ein breiterer Blick auf das Kunstschaffen in der DDR bis heute.